Inklusionsdidaktische Netze in einer inklusionsorientierten Didaktik

Eine Didaktik, in der der Fokus besonders auf die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Kindes gelegt und gleichzeitig die Klasse als soziale Gruppe im Blick behalten werden soll, bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen Individalität und Gemeinsamkeit.

Um die Themenfindung zu erleichtern, die in einem gemeinsamen Ausgangspunkt und einem gemeinsamen Abschluss ihren Ausdruck finden kann, sind die inklusionsdidaktischen Netze besonders geeignet. Mit ihrer Hilfe können die individuellen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden. Konkrete Leitfragen zu den einzelnen Entwicklungsbereichen helfen dabei, vielfältige inhaltliche Aspekte zu finden. Auf diese Weise können mehrere Möglichkeiten der Differenzierung erkannt und umgesetzt werden. Bei der Überlegung, welche Sozialformen im Unterricht umgesetzt werden, ist neben der grundsätzlichen Ent- scheidung zwischen Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit zu klären, ob in der Gruppe eine eher heterogene oder eher homogene Zusammensetzung sinnvoll ist. Dies wird auch dadurch beeinflusst, ob die Lernsituation eine kooperative, subsidiäre oder kommunikative Ausrichtung (vgl. Wocken 1998) haben soll. Diese Ausrichtung wirkt sich auf die Wahl der Methoden aus. Dabei stellt sich ebenso wie bei der Entscheidung für bestimmte Medien die Frage nach dem Mehrwert: Worin liegt der Vorteil der gewählten Methode bzw. des gewählten Mediums gegenüber anderen Methoden und Medien?